Konservative Therapie des Myofaszialen Schmerzsyndroms (MFS)

Konservative Therapie des Myofaszialen Schmerzsyndroms (MFS).

Das MFS ist gekennzeichnet durch Schmerzen, die durch eine Funktionsstörung der Muskeln bzw. deren Faszien (myofaszial) ausgelöst werden.
Ursächlich kann eine Aktivierung von Triggerpunkten (TP) in Skelettmuskelzellen zugrunde liegen (to trigger = abfeuern). TP sind definiert als „Zentrum erhöhter Reizbarkeit im Gewebe, das bei Druck sehr empfindlich reagiert und bei Überempfindlichkeit übertragene Schmerzen verursacht“ (referred pain).
Dieser kann in unterschiedliche Regionen ausstrahlen, u.a.:
- Rücken
- Schulter
- Nacken
- Kopf
- ischialgiform
- Extremitäten
Neben den Schmerzen wird eine reduzierte Dehnbarkeit der betroffenen Muskulatur gesehen, kompensatorische Fehlhaltungen können auftreten.

Mögliche Ursachen für Triggerpunkte:

  • Primäre Auslöser können akute oder chronische Überlastungen, einseitige Fehlbelastungen, Traumen o.ä. sein.
  • TP können jedoch auch sekundär durch Nervenwurzelkompressionen, erkrankte Gelenke oder auch durch organische Prozesse aktiviert werden und teilweise trotz Ausheilen der ursprünglichen Erkrankung persistieren (z.B. nach Bandscheibenvorfall).

Das Leitsymptom des MFS, der Schmerz, ist recht unspezifisch. Die Diagnose stützt sich auf die Anamnese und die klinische Untersuchung. Andere Ursachen müssen ausgeschlossen werden, sie ist damit eine Ausschlussdiagnose. Aus diesem Grunde ist uns die interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtig.

Als Therapie bieten wir an:
- kausal: die Beseitigung auslösender Ursachen, wenn möglich
- Akupunktur/Dry needling/ggf. Injektionen
- Physio-/Manualtherapie
- Wärmebehandlung
- TENS (transcutane elektrische Nervenstimulation)
- ggf. unterstützende medikamentöse Therapie
- aktives Trainingsprogramm für Patienten